Reisebericht Summer Trophy 2009
Ursula Junker und ihr Mann Jürg Walker haben uns auf den letzen beiden Touren der Iceland Trophy begleitet. Die Eindrücke haben sie in Bild und Text festgehalten. Für alle Iceland Trophy Fans - Pflichtlektüre!
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AUSZUG DER VOLLVERSION:
Sonntag, 16. August: Reykjavík - Kerlingarfjöll
Wir treffen uns alle bei Ísafold in Garðabær: Margit und Uli aus Deutschland, Alessandra und Manuel aus Italien und wir aus der Schweiz Unser Guide ist Jón Baldur, den wir bereits von der Winter Trophy her kennen, und wir sind uns deshalb sicher, dass auch diese Reise ein schönes Erlebnis sein wird. Unsere Fahrzeuge sind ISAK 1 bis 3, Land Rover Defender mit der selben Ausrüstung wie im Winter (38” Reifen und Schnorchel, den wir dieses Mal besonders benötigen werden).
Bald fahren wir los. Jón führt uns durch die Gegend vom Elliðavatn aus der Stadt und dann der Strasse entlang der Heisswasserleitung nach Nesjavellir. Die Gegend ist voller Bohrlöcher und Leitungen und überall steigt Dampf gegen den Himmel. Wir haben unsere erste Begegnung mit einer Gruppe Italiener, welche mit weniger eindrücklichen Land Rovern als den unseren reisen. Unsere Wege werden sich in Zukunft noch mehrmals kreuzen. Wir fahren weiter nach Þingvellir, wo wir unsere erste Lektion in Geologie und Geschichte von Jón bekommen. Wir fragen ihn, was denn mit dem Hótel Valhöll geschehen wird, welches kürzlich niedergebrannt ist. Der Platz, wo es einst stand, wurde bereits mit Rasenziegeln bedeckt. Nach unserem ersten Picknick unter freiem Himmel unter Bäumen im Nationalpark beginnt unser Abenteuer richtig. Nach einer kurzen Strecke auf der Strasse Nr. 52 nehmen wir eine Piste Richtung Hochland. Wir reduzieren den Reifendruck, damit die Fahrt über die unebene Piste bequemer wird.
Das Wetter ist gut, Sonne vermischt mit Wolken und gelegentlich ein paar Regentropfen, was die Landschaft sehr dramatisch macht. Im Norden grüsst uns der Langjökull, den wir im Winter mit unseren ISAKs überquert haben; jetzt irgendwie schwer vorstellbar. Wir fahren südlich vom Skjaldbreiður durch, einem perfekten Schildvulkan, und dann in Richtung Hlöðufell. Jón fährt mit seiner Geologielektion weiter und erklärt uns, weshalb es klar ist, dass dieser Berg unter dem Eis während der Eiszeit geboren wurde. Die Gegend ist übersät mit Steinen. Unsere ISAKs haben eine grosse Bodenfreiheit, aber Manuel tut sein Bestes einen grossen zu finden, den er mit seinem Differential touchieren kann. Westlich vom Hlöðufell können wir einen Blick auf den Hagavatn am Fuss des Langjökull erhaschen.
Unsere Piste trifft auf eine Stromleitung, welcher wir südwärts folgen. Nach der unwirtlichen Wüste erscheint uns das Grün in der Haukadalsheiði noch grüner. Gletscher haben die Felsbrocken in runde Formen geschliffen. Leider beginnt es zu regnen, wie wir durch den Wald Richtung Geysir fahren. Wir schauen uns die heissen Quellen an und helfen Jón beim Aufpumpen der Reifen an der Tankstelle. ‚Nicht so schnell!’ höre ich eine vertraute Stimme und renne in Ingi, Jóns Bruder, der uns auf der Winter Trophy geführt hat. Die Welt ist klein! Er war mit Passagieren auf dem Langjökull in seinem Nissan. Es wird langsam spät und wir müssen weiter. Gullfoss sieht wunderschön aus in der Abendsonne mit einem Regenbogen.




